Zelao 2018

Wieder einmal ging es den Berg rauf, dahin wo die Fahne über dem Zeltlager weht. Wie jedes andere Mal ist diese Fahrt eine besondere und leitet zwei anstrengende, aber wunderbare Wochen ein. Nach einigen weiteren Vorbereitungen ging es dann endlich los und die Kinder kamen hereingeströmt. Diesmal waren es 88 Jungs, weswegen wir sogar 10 (statt der üblichen 9) Zelte benötigten.
 
Im Gegensatz zu letztes Jahr hatten wir dieses Jahr keine Probleme mit Regen. Daher konnte das Lager wie geplant mit der besten Show der Welt beginnen, bei der Kinder gegeneinander in vielen Spielen antreten konnten. Dank der Sonne konnten auch alle weiteren Spiele problemlos umgesetzt werden, lediglich einige Wasser-Versorgungsstationen wurden zusätzlich eingebaut. Somit konnten die Jungs alle Kraft in Geländespielen einbringen, wissenschaftliche Experimente bewundern, rätseln wer an der Vergiftung von Lady Marion schuld ist, und vieles mehr. Genug Motivation brachte jedes einzelne Kind mit, man musste sie sogar teilweise bremsen, damit sie sich bei der Hitze nicht überforderten. Jungs, ihr habt alles gegeben. Auch die diesjährige Lagerolympiade, ausgetragen im Ninja-Warriors oder EA-Games Style, sorgte für einen mehr als anschaulichen Wettkampf in den verschiedenen Altersklassen.
 
Nachdem auch die anfängliche Kennenlernphase überwunden war, wurden wir Helfer bei Gesängen am Lagerfeuer, vor der Bibelarbeit oder auch beim Schwimmbadbesuch immer wieder überrascht und dafür feiern wir euch Jungs. Auch gab es wieder eine spannende Lagerfeuergeschichte, die ohne ein anständiges Feuer nichts wäre. Die einzige Hürde dieses Jahr war es, das umliegende Gras nass genug zu machen, damit das Feuer nicht übergriff. Selbst hier halfen die Jungs tatkräftig mit und unterstützten uns dabei, schöne Abende zu gestalten.
 
Zudem ist die Stimmung der Kinder unbedingt zu erwähnen, da sie wieder unfassbar engagiert und motiviert waren. Natürlich gehören auch die ein oder anderen Auseinandersetzungen untereinander dazu, allerdings bewiesen viele Jungs hier genug Weitsicht, um alle Schwierigkeiten möglichst schnell aus dem Weg zu räumen. Respekt dafür, dass ist in eurem Alter nicht die Regel.
 
Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder einen Tagesausflug, der uns dieses Mal in ein Jumphouse in Wiesbaden führte. Einmal dort angekommen, den Sicherheitscheck überwunden und die Spring-Socken angelegt, gab es für die Kinder kein halten Mehr. Unzählige Trampoline, Schnitzelgruben, sogar eine Rutsche sorgten für einen Heidenspaß. Hier war alles zu sehen von Kämpfen auf einer schmalen Planke, über Salti-Konteste, hin zu Völkerballspielen auf Trampolinen. Dank sei Gott, dass wir bei all dem bewahrt blieben und anschließend den Ausflug in einem nahegelegenen Freibad mit 10 Meter Sprungturm weiterführen konnten. Hier bewiesen sich einige Jungs als sehr mutig, denn einmal oben angekommen muss man den Sprung natürlich durchziehen πŸ˜‰ Und das ist gar nicht so einfach wie es klingt.
 
Ein gerngesehenes Highlight des Lagers ist das Fußballturnier, welches dieses Jahr natürlich als WM stattfand. Hier konnten sich die Teams nach einigen Vorbereitungsspielen miteinander messen und alles auf dem Platz geben. Wieder einmal war es ein sehr ansehnliches und unterhaltsames Turnier mit vielen Überraschungen. Eine Neuerung dieses Jahr war allerdings abseits des Feldes, denn dort konnten die Spieler ihr Geschick beim Torwandschießen und einem Fußball-Parkour ausprobieren und somit weitere Punkte für ihre Mannschaft sammeln. Es hat, mal wieder, riesig Spaß gemacht euch beim kicken zuzusehen, Jungs.
 
Besondere Erwähnung gilt auch dem Überfall, bei welchem das Lager mit unbändigem Engagement von den Jungs verteidigt wurde. Ihr habt den Männern einen echt harten Kampf geliefert. So schnell kommen die vermutlich nicht wieder 😊
 
Doch was wäre all der Spaß, Action und Wettkampf ohne ordentliche Stärkung? Daher an dieser Stelle ein fettes Dankeschön an unsere lieben Küchenmitarbeiter-innen. Ihr habt euch mal wieder selbst übertroffen und bekommt nicht umsonst das ein oder andere Ständchen gesungen.
Besonders zu erwähnen ist der Rooster Peame, der dieses Jahr zum letzten Mal mit dabei war. Peame, deine Arbeit im Zealo ist von unschätzbarem Wert und du bist ein ganz großer Bestandteil von dem, was in Oberndorf aufgebaut wurde und auch wird. Danke!
 
Das geht auch an alle Helfer im Hintergrund, die uns mit Nervennahrung versorgten, für uns beteten, bei Spielen aushalfen, und vieles mehr machten. Ihr seid einfach großartig, vielen Dank für eure Unterstützung.
 
Der größte Dank allerdings gehört Gott, von dem wir in Bibelarbeiten, Andachten oder Inputs erzählen. Er ist derjenige, der uns die Kraft gibt all das zu gestalten. Er ist derjenige, der alle Teilnehmer wieder und wieder zu uns bringt, und somit das Zelao überhaupt ermöglicht.
 
Im Großen und Ganzen blicke ich nun zum dritten Mal auf das Zelao zurück und fühle mich geschafft und dennoch sehr glücklich. Diese zehn Tage sind ein ganz großes Highlight für mich und jeden anderen Helfer.
Wenn man am Ende dann noch von den Jungs verabschiedet wird und feststellt, wie gern sie da waren, ist es alles Wert. Es tut mir auch wieder einmal für diejenigen leid, die zum letzten Mal mitfahren durften. Wenn diese Jungs dann vor einem stehen, sich verabschieden und man dann die ersten Tränen der Freude und der Trauer erblickt… Diese Momente geben uns Helfern alles und noch mehr zurück.
Und zum Schluss bleibt mir einmal mehr nichts zu sagen als Danke. Danke an euch Jungs, dass ihr diese Zeit dabei wart und alles gegeben habt. Es war der Hammer!
 
Die Tage bis zum nächsten Jahr werden ab jetzt gezählt, ich freue mich schon riesig darauf. Hoffentlich sehe ich viele von euch Jungs wieder, egal ob als Teilnehmer oder Besucher. Kommt einfach vorbei, ihr seid immer willkommen.
 
Wir sind Zelao Jungs!!!
 
Liebe Grüße Dave